Es ist meine Entscheidung, positiv zu bleiben

Vor einiger Zeit habe ich mich entschieden, dass ich mich weiterentwickeln, meine Grenzen erweitern möchte. Dazu gehört für mich, dass ich Neues wage und Dinge tue, die ich zuvor noch nie getan habe. Von meiner Persönlichkeit her bin ich nämlich eher ein ängstlicher und vorsichtiger Mensch und habe wenig Risikobereitschaft in mir.

Als dann das Thema auf den Tisch kam, dass jeder aus dem Wertvoll Team einen Blogbeitrag schreiben sollte, muss ich gestehen, dass ich darüber nicht gejubelt habe. Ehrlich gestanden hat es mir sogar eine fast schlaflose Nacht bereitet. Jetzt denkst du vielleicht: „Was ist denn schon dabei, etwas von sich im Internet zu veröffentlichen?!“ Für mich bedeutet das aber eine riesengroße Überwindung, da ich überhaupt nicht in irgendwelchen sozialen Netzwerken unterwegs bin. Ich habe einfach nicht das Bedürfnis.

So, und jetzt komme ich wieder darauf zurück, dass ich mich doch dazu entschieden habe, mutige Schritte zu gehen – und wenn dies nun eine Gelegenheit dazu ist, dann sollte ich sie doch nicht ungenutzt lassen. Oder?

Das Thema unserer bevorstehenden Konferenz ist ja ENTSCHIEDEN sein. Im Leben stehen wir immer wieder vor Entscheidungen – großen und kleinen. Die großen Entscheidungen erscheinen uns meist wichtiger und das stimmt einerseits schon.

Doch sind es oft die vielen kleinen Entscheidungen, die wir tagtäglich – sei es bewusst oder unbewusst – treffen, die unser Leben doch entscheidend prägen und bestimmen.

Mir ging es vor kurzem so, dass ich total happy und erfüllt Sonntag abends von einer Konferenz aus London zurückkam. Der Montag danach sollte eigentlich gleich erfreulich weitergehen, mein Mann und ich feierten unseren 18. Hochzeitstag. Kennst du das, wenn man eine bestimmte Vorstellung von etwas hat und denkt, dass eigentlich nichts schiefgehen kann? Und wenn dann etwas diese Vorstellung stört, dann ist man total irritiert und enttäuscht. Nein, es war nicht mein Mann, der mich enttäuscht hat. Im Gegenteil, er hatte eine Babysitterin für die Kinder organisiert und sich ein schönes Abendprogramm für uns ausgedacht.

Freudig sind wir also mit unserem Auto los, doch leider kamen wir nicht weit. An einer größeren Kreuzung mussten wir anhalten, der Motor unseres Autos ging aus und war nicht mehr zu starten. In kürzester Zeit waren wir ein mega Verkehrshindernis. Dieses Szenario entsprach nun so ganz und gar nicht meinen Vorstellungen von einem romantischen Date mit meinem Mann.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Nach längerer Zeit ist unser Auto doch wieder angesprungen und so konnten wir es glücklicherweise, wenn auch mit seltsamen Geräuschen und Zuckungen, bis vor unsere Autowerkstatt fahren und dort erst einmal abstellen. Mit einer Vorahnung, die uns beiden nicht gefiel: „Das wird wahrscheinlich teuer werden!“ Am nächsten Tag bestätigte sich diese Befürchtung leider. Damit hatte ich mich nun schon beinahe abgefunden, doch als dann am selben Abend auch noch unsere Spülmaschine kaputtging, war das einfach zu viel! Musste das jetzt auch noch sein?! Wo ist denn der Segen?! Ich merkte wie sich in meinem Kopf richtig negative Gedanken breitmachen wollten. Ich stand in meiner Küche, und bevor ich so richtig dem Frust und Selbstmitleid verfiel, kam mir in den Sinn: Stopp damit! Ich entscheide mich, dass ich mir durch diese blöden Umstände nicht den Segen und die Freude rauben lasse!

Die Situation blieb die gleiche, doch meine Einstellung veränderte sich.

Ich wusste tief in mir, dass ich trotz allem Gottes geliebte und gesegnete Tochter bin, und dass daran nichts und niemand etwas ändern kann. Auch kein kaputtes Auto und keine kaputte Spülmaschine. Gleichzeitig zog auch Dankbarkeit bei mir ein. Dankbarkeit für fließendes Wasser aus dem Hahn, mit dem ich ganz einfach von Hand abspülen konnte. Dankbarkeit, dass ich nicht erst kilometerweit zu einem Brunnen laufen musste um Wasser zu schöpfen. Wissen wir eigentlich, wie gut wir es haben?

Die Dankbarkeit nahm selbstverständlich zu, als uns sowohl unser Auto als auch unsere Spülmaschine nach drei Tagen wieder funktionsfähig zur Verfügung standen.

Sicherlich kennst du solche Situationen, die dir die Freude und das Vertrauen zu Gott rauben wollen, auch. Wie gesagt, ich kenne sie, und ehrlich gesagt habe ich mich nicht immer für die richtige Reaktion darauf entschieden. Aber immer öfter! Dafür bin ich dankbar. Ich habe gelernt, dass Gott absolut gut und treu ist, auch wenn unsere Umstände uns manchmal etwas anderes weismachen wollen.

Ich habe aber auch gelernt, dass ich mich immer wieder dafür entscheiden muss, es auch zu glauben, zu ergreifen und für mich anzunehmen.

Natürlich wünsche ich mir, dass dich mein Beitrag aus meinem realen Leben ermutigt, achtsam mit den vielen kleinen alltäglichen Entscheidungen deiner Gedanken umzugehen. Doch selbst falls nicht, habe ich wenigstens für mich einen Schritt nach vorne getan, und das war mir das Abenteuer Blog wert.

Herzlich,
Katja

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