Kennst du das Gefühl, wenn du dir wünschen würdest, dass am liebsten jemand anderes für dich entscheidet, weil dir das Gewicht der Entscheidung zu groß ist? Oder am besten wäre natürlich eine Antwort von Gott persönlich, schwarz auf weiß auf einem Post-it am Küchenschrank.

Letzteres wünschte ich mir vor genau 10 Jahren. Nach meinem Abitur ging ich für 9 Monate ins Ausland um eine Jüngerschaftsschule zu besuchen. Gott hat mein Leben in dieser Zeit auf den Kopf gestellt. Ich durfte zum Beispiel zum ersten Mal wirklich erleben, was es heißt, eine Beziehung zu Jesus zu haben, mit ihm Zeit zu verbringen, seine Stimme zu hören und aus dem Boot der Sicherheit auszusteigen.

Eine Sache wollte ich von ganzem Herzen nach dieser Zeit: Jesus folgen, die richtigen Entscheidungen treffen und genau das tun, wozu er mich berufen hat. Dazu gehörte natürlich auch den richtigen Partner zu heiraten – irgendwann einmal. Das ganze Thema Beziehung hatte ich in meiner Welt seit der Jüngerschaftsschule erst einmal beiseitegelegt. Denn ich wollte den einen richtigen Mann finden und heiraten.

Anders als erwartet, lernte ich nur kurze Zeit nach meiner Ankunft in der Heimat 🙂 meinen besten Freund, meinen Held, meinen größten Ermutiger, meinen Partner in Crime kennen. Von der ersten Minute an war es, als ob wir füreinander geschaffen sind. In der Zeit des Kennenlernens habe ich Gott immer wieder gefragt, ob das der Mann sei, den ich mal heiraten soll. Und ich hatte Frieden. 2 Monate vergingen, 4 Monate vergingen und ich stellte Gott immer wieder neu diese Frage, denn ich brauchte meine 100%-ige Sicherheit, dass er der Mann meines Lebens ist.

Mit der Entscheidung, dass ich mich auf diese Beziehung einließ, war ein Sprung ins Wasser verbunden.

In diesem Moment wünschte ich mir ein Post-It am Küchenschrank mit der Aufschrift: „He is the man. Dein Gott“ Doch ich muss dir leider heute mitteilen, dass dieser Post-It nie kam. Es kam jedoch etwas viel Besseres. Eine Saison, in der ich lernen durfte, Gott zu vertrauen, seinen Frieden zu spüren und mich dann zu entscheiden. Mit der Entscheidung, dass ich mich auf diese Beziehung einließ, war ein Sprung ins Wasser verbunden. Früher oder später kommt immer der Punkt der Entscheidung und wir sind herausgefordert darauf zu vertrauen, dass sich Wasser im Schwimmbecken befindet, wenn wir vom 3-Meter-Brett springen – dass wir also die richtige Entscheidung treffen.

Es gibt Entscheidungen, die wir treffen und wir wissen genau, welche Auswirkungen diese Entscheidungen haben werden. Dann wiederum gibt es andere Entscheidungen, die Entscheidung der Partnerwahl gehört definitiv dazu, bei denen wir aus dem Boot aussteigen und auf dem Wasser gehen, weil wir nie zu 100% im Voraus wissen werden, ob sie uns bis zum Ende tragen.

Diese Zeilen sollen dich ermutigen kühn zu sein und vom Sprungbrett zu springen. Ich möchte dich ermutigen darauf zu vertrauen, dass, wenn Gott dir seinen Frieden gibt und du andere Faktoren, die beim Entscheidungen treffen wichtig sind, berücksichtigt hast, Er dich immer trägt, sich zu dir stellt und dich niemals enttäuschen wird.

Lasst uns Frauen sein, die sich entscheiden, von Herzen gerne Entscheidungen zu treffen. Denn wenn wir sie nicht treffen, treffen sie andere für uns.

Alles Liebe,

Dama

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