Das Thema, das ich anspreche, beschäftigt mich schon seit längerem – heute auf eine andere Art und Weise als noch vor einem Jahr.

 

Ich bin eine gelernte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und habe für 3 Jahre in der Kinderklinik in Stuttgart auf der Onkologie und Hämatologie gearbeitet. In dieser Zeit habe ich viel erlebt, darunter leider auch viel Schmerz, Leid und Tod.

Ich kann mich noch genau an die Momente erinnern, in denen wir Kinder verloren haben. Das Schwerste für mich daran war, die Trauer und den Schmerz der Eltern und Familien zu sehen. Dies löste in mir viele Fragen an Gott aus.

Ich habe immer wieder für meine Patienten für Heilung gebetet, habe aber in dieser Zeit nie ein übernatürliches Wunder gesehen. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mein Glaube für Heilung damals nicht sehr groß war. Daran festzuhalten und zu glauben, dass Gott heilt, war in diesen Situationen nicht einfach. Was heißt es in diesen Momenten, die Zuversicht nicht zu verlieren?

In diesem Thema will ich uns heute ermutigen, unsere ganze Hoffnung und Zuversicht auf Jesus zu setzen.

 

In den letzten Monaten habe ich mehr und mehr verstanden, dass es so wichtig ist, daran festzuhalten, kennenzulernen und zu glauben, wer Jesus wirklich ist.

Momentan bin ich Praktikantin bei Awakening Europe mit Ben Fitzgerald. Ich leite und organisiere unter anderem jeden Freitag den Outreach. In den letzten Monaten habe ich vielen Menschen auf den Straßen von Jesus erzählt, für sie gebetet und tolle Erlebnisse gehabt. Ich durfte sehen, wie Jesus Leute von Schmerzen befreite und sie ihm ihr Leben übergeben haben.

Ich hatte aber auch Situationen, in denen Menschen nicht geheilt wurden, wo ich nach Straßeneinsätzen entmutigt war und manchmal die Frage hochkam, warum nicht mehr passiert ist oder weshalb die Person nicht geheilt wurde. Enttäuschung und Entmutigung versuchten sich einzuschleichen.

Ich liebe es, Zeugnisse darüber zu hören, wie Menschen übernatürlich geheilt werden, wie sie auf den Straßen eine Begegnung mit Jesus haben und ihm ihr Leben übergeben.

Vor Kurzem ist mir jedoch bewusst geworden, dass es genauso ein Zeugnis ist, in Enttäuschungen und Entmutigungen nicht aufzugeben, sondern an der Wahrheit festzuhalten und nicht aufzuhören, für Menschen zu beten.

 

Ich war persönlich die letzten 3 Wochen beim Outreach etwas entmutigt und enttäuscht, weil nicht viel Sichtbares passiert ist.

Eine leise Stimme sagte: “Es bringt doch alles nichts, lass es lieber sein für Menschen zu beten.”

Letzte Woche habe ich mich aber dazu entschieden, zu überprüfen, was meine Hoffnung und Zuversicht definiert. Sind es meine letzten ‘Erfolge’, sind es die Enttäuschungen oder hole ich meine Hoffnung direkt von Jesus?

 

Die Wahrheit ist, dass Jesus heilen und Menschen erretten will. Oft will er das sogar viel mehr als wir es uns wünschen.

In der Bibel sehen wir, dass Jesus alle heilte, die zu ihm kamen. Ein Beispiel dafür ist in Lukas 4,40. Gott will auch, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Timotheus 2,4).

Glaube ich wirklich, dass Jesus derjenige ist, der er ist und vertraue ich ihm? Selbst wenn meine Situation dagegen spricht, gebe ich dennoch nicht auf, daran festzuhalten, dass Jesus der Heiler und Retter ist?

 

Ich will dir zusprechen, dass dein Dranbleiben und dein Weitergehen ein so großes Zeugnis ist. Wir alle kommen manchmal an den Punkt, wo wir keine Hoffnung mehr haben. An dieser Stelle will ich dich ermutigen, zu hinterfragen, wer deine Hoffnung definiert.

 

Ich weiß, dass Heilung ein heikles Thema sein kann und ich verstehe viele Dinge nicht. Ich weiß jedoch folgendes: Ich will und werde nicht aufhören für Kranke zu beten, Menschen von Jesus zu erzählen und daran zu glauben, dass Er unser Heiler und Retter ist. Bleib dran und setze deine Zuversicht auf ihn!

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.