Mut – ein Wort, das unterschiedliche Assoziationen in uns auslöst, oder? Für manche bedeutet dieses Wort, Klippen hochzuklettern und große Abenteuer zu erleben, bei denen der Adrenalinspiegel steigt. Für andere bedeutet es, in der S-Bahn ein Gespräch mit dem Sitznachbarn anzufangen.

Ein Ausdruck von Mut beschäftigt mich gerade besonders. Wir leben in einer Gesellschaft, die behauptet, sehr tolerant zu sein. Und doch besteht sie sehr stark aus Kategorien und Schubladen. Selbst die Schublade „Intolerant“ geht ziemlich oft auf und zu.

Warum kategorisieren wir Menschen so stark? Es geschieht oft sehr unbewusst und doch passiert es jeden Tag in unseren Gedanken. Keiner von uns möchte rassistisch sein oder Menschen ausgrenzen, aber trotzdem tun wir es immer wieder. Zumindest in Gedanken. Denn wir beurteilen Menschen oft pauschal, ohne sie zu kennen.

Wie kommt das zustande? Ich hatte mal ein Erlebnis, das sehr einprägsam war. Es war, als ich ca. 18 Jahre alt war. Du musst wissen, zu der Zeit war ich keine sehr selbstsichere Person, sondern voll von Minderwertigkeit und Selbstzweifel. Ich war bei einer jungen Familie zum ersten Mal zu Besuch. Als ich ankam, schnappte die kleine Tochter wohl meine Unsicherheit auf und war mir gegenüber total scheu. Ihre Mama bemerkte das und meinte: „Also die Kleine ist sehr sensibel. Sie spürt sofort, wem sie vertrauen kann und wem nicht.“

So, da stand ich nun mit dieser Aussage, die für mich ja nur eines bedeuten konnte: Ich war nicht vertrauenswürdig. In meinem Kopf und auch in meinem Herzen fing eine wilde Suche an, warum ich nicht vertrauenswürdig sei. Irgendwas musste dieses sensible Kind ja gesehen haben, das ich scheinbar versteckte? Am Ende hatte ich nur noch mehr Selbstzweifel.

Was war passiert? Durch die Worte, die vermutlich nicht einmal sehr durchdacht waren, war ich in einer Schublade gelandet. Es hat für mich lange gedauert, aus dieser Grube rauszuklettern und zu verstehen, dass diese unüberlegte Aussage nicht der Realität entsprach. Ich war zwar nicht sicher, aber vertrauenswürdig war ich.

Oft kategorisieren wir Menschen, ohne dass es eine bewusst negative Handlung ist. Ich verstehe schon, dass es Menschen gibt, für die wir fast automatisch Sympathie oder auch Empathie empfinden. Manche Menschen haben uns wehgetan und es gibt eine konkrete Handlung, die erfordert, dass wir von ihnen Abstand nehmen. Darum geht es hier nicht.

Wenn du aber in deinem Denken entdeckst, dass du Menschen, ohne sie zu kennen, in Kategorien und Schubladen steckst, will ich dich dazu ermutigen, diese Gedanken zu unterbrechen und dich dagegen zu entscheiden.

Jesus teilt uns nicht in Kategorien ein. Sein Geschenk der Gnade ist für jeden Menschen zugänglich gemacht. Da spielen Herkunft, Status, Geschlecht, Hautfarbe, Ausbildung und Qualifikation überhaupt keine Rolle. In Apostelgeschichte 10,34-35 sagt der Apostel Petrus, dass er erkannt hat, dass Gott nicht bestimmte Menschen anderen vorzieht. Er nimmt alle an, die zu ihm kommen und bereit sind, ihr Leben unter seine Leiterschaft zu stellen.

Es ist eine große Herausforderung, Menschen nicht in Kategorien und Schubladen zu stecken. Du und ich, wir sind alle daran schuldig geworden. Aber ich möchte uns gemeinsam ermutigen, den MUT zu haben, nicht zu kategorisieren, sondern Menschen kennenzulernen. Ihre Geschichte zu hören. Ihre Herausforderungen zu hören und zu helfen, wo wir können. In deiner Schule, an der Uni, im Geschäft oder in deinem Freundeskreis: habe den Mut, hinzuschauen und ein Licht zu sein…

Wenn wir diesen Mut haben, bringen wir eine neue Reformation in unsere Gesellschaft!

Kristin Reinhardt

Kristin ist Initiatorin und Leiterin von Wertvoll und mit ihrem Mann Tim, Teil des Core Teams im Gospel Forum. Sie möchte Teil davon sein, wenn eine große Schar von Mädels und Frauen aufsteht, um die frohe Botschaft auszurufen, gemäß Psalm 68:12. Eine ganze Armee von Frauen, die für etwas Größeres leben, als nur für sich selbst. Sie will sehen, dass Menschen im Wort Gottes gegründet sind und den Traum Gottes für ihr Leben entdecken.

Ich sitze frühmorgens in meinem Auto, komme nur schleppend im Berufsverkehr voran, aber in meinem Kopf sprudelt ein Vulkan wirrer Gedanken durch meine Gehirnwindungen: Was mache ich da nur?! Mein Herz rast, ich kämpfe mit Angst und am liebsten will ich einfach wieder heim in mein Bett. Aber dennoch fahre ich weiter – so fühlt sich Mut manchmal an.

Ich bin keine Frau, die gerne ihren Mut beweist, indem sie sich mit einem Seil an den Beinen von einer Brücke stürzt oder gerne alleine durch Alaska wandern wollte. Aber wenn etwas mein Herz packt, wenn mir etwas wirklich wichtig ist, dann steht in mir etwas auf, das mich über meine Komfortzone hinaus führt. Dann werden Kräfte in mir frei, über die ich mich manchmal rückblickend nur wundern kann.

Ich war beruflich „immer“ eine selbständige Musikpädagogin. Ich habe mir meine Arbeitszeiten selbst eingeteilt, war mein eigener Chef, konnte geschmeidig mit der Familienentwicklung mein Arbeitspensum anpassen und war glücklich, täglich mit Musik zu tun zu haben, Kindern diese nahezubringen und dabei genügend Zeit für meine eigenen Kinder zu haben. Denn ich bin gerne Mutter. Zu lehren ist meine Leidenschaft (und der Horror meiner Familie; die fühlen sich seltsamerweise öfter belehrt). Jedoch musste ich, nach über 20 Jahren „Für Elise“ hoch und runter, zugeben, dass sich in mir langsam der Wunsch nach Veränderung kundtat. Als mein Mann mich dann fragte, ob ich ihm in seiner Firma helfen würde, musste ich nicht lange überlegen. Ich sagte prompt: „NEIN!!“ Mein Mann ist in der Automobilindustrie tätig. Unsere Mitarbeiter sind Konstrukteure, die am Computer Kabelbäume und andere Teile konstruieren. Was sollte ich da tun? Und niemals wollte ich in einem Büro landen! Wenn ich mit Freundinnen darüber sprach, bekam ich von einigen den Rat: „Mach das bloß nicht, das ruiniert eure Ehe!“ und von anderen wieder: „Das wäre doch toll, wenn ihr zusammenarbeiten würdet!“ Es hat einige Wochen und sogar Monate gedauert, bis ich meine Entscheidung für die Firma traf. Ich musste in mich hineinhören, Ängste überwinden und mutig sein. Warum habe ich mich dafür entschieden? Weil mein Herz bewegt war und mein Mann und die Firma Hilfe brauchten. Ein neues Abenteuer sollte beginnen. Jetzt war ich zuständig fürs Personal, ca. 50 Leute, davon 90% Männer. Es gab viel zu lernen und viel zu tun und einiges musste verändert werden. Der Anfang war nicht leicht. „Die Frau vom Chef arbeitet jetzt mit“. Ich wurde von allen beäugt. Die einzigen drei Frauen im Büro waren ein paar Monate später nicht mehr da. Dafür sind tolle neue Frauen gekommen und geblieben.

Liebe Leserin, ich möchte Dich ermutigen, mutig zu sein und etwas zu wagen, wenn Du spürst: Dafür schlägt mein Herz, da steht etwas in mir auf, da habe ich Gaben und die will ich einbringen, um zu unterstützen oder zu verändern oder Neues hervorzubringen. Lasst uns doch gegenseitig Mut zusprechen, über das Schubladendenken hinauszugehen und das zu tun, was unser Herz bewegt oder was uns schlichtweg vor die Füße fällt. Ich z.B. habe vorher den Begriff „Mutter sein“ immer nur der Familie zugeordnet und ansatzweise auch dem Gemeindeumfeld, aber ich habe nie darüber nachgedacht, dass es Mütter in der Wirtschaft braucht. Aber ich kann euch versichern: Es braucht sie – und ich bin eine! (…und ich spreche nicht von backen, kochen, putzen…). Frauen, die ihre Tools beherrschen, aber die v.a. fest stehen, die eine gesunde Autorität haben, die sich trauen ihren Mund aufzumachen, die fördern, helfen und zuhören, die Verantwortung übernehmen und Veränderung begrüßen. Die letzten Jahre haben Kraft gekostet, auch mal eine Träne, aber sie haben auch Freude gebracht. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt, Dinge getan, von denen ich nicht dachte, dass ich sie tun kann, und ich bin dadurch enorm gewachsen.

Wir würden uns gegenseitig das Leben so viel leichter machen, wenn wir in unserem Gegenüber erkennen würden, was sie oder er trägt, d.h. was ihre Identität, ihre Berufung, ihre Leidenschaft ist. Egal, ob ich eine Musikband leite, Menschen über einen längeren Zeitraum unterrichte, mich um meine Familie kümmere, ein Geschäftsleutetreffen organisiere oder das Personal in der Firma leite – mein Ziel wird immer sein: Verbindung und Beziehung zu schaffen, eine Atmosphäre, in der sich jeder wohlfühlt und jeder sich entwickeln kann.

Dich machen bestimmt ganz andere Eigenschaften aus. Dein Herz wird wahrscheinlich von anderen Dingen bewegt werden wie meines. Du bist vielleicht schon allein durch Alaska gewandert – wie toll!! Lasst uns doch einander sagen, welche Stärken wir im anderen sehen und uns gegenseitig anfeuern, voranzugehen und nicht aufzugeben, wenn es hart wird. Wir alle brauchen Ermutigung; Menschen um uns herum, die unsere Träume nicht in den Müll treten, sondern uns Mut zusprechen, wenn wir entmutigt sind – uns der Mut verloren geht.

Mutige Entscheidungen zu treffen bedeutet nicht, dass alles glatt läuft, dass dann auf einmal alles leicht wird, dass kein Gegenwind bläst und auch nicht, dass wir immer erfolgreich sind. Ich habe die Wirtschaft auch in ihrer ganzen Härte und Schwäche kennengelernt. Aber wäre ich nicht mutig gewesen, wären manche positiven Veränderungen in der Firma nicht möglich gewesen. Ich bin glücklich, wenn ein Mitarbeiter mir sagt: „Ich arbeite so gerne bei euch in der Firma!“, „Tamara, es ist so gut, dass Du da bist!“, oder wenn unsere jungen Mitarbeiter sagen, dass sie sich keinen besseren ersten Job nach der Uni hätten vorstellen können als bei uns in der Firma zu sein.

Woher nehmen wir den Mut? Mut können wir von Gott geschenkt bekommen: „Du, Herr, hörst ihr Rufen und schenkst ihnen neuen Mut.“ (Psalm 10,17). Oder wenn wir uns daran erinnern, wie Er schon früher einmal etwas für uns getan hat: „Ich verliere nicht den Mut, denn ich erinnere mich daran, wie du schon früher für Recht gesorgt hast.“ (Psalm 119,52). Mut bekommen wir auch, wenn wir uns gegenseitig ermutigen: „Ja, sie haben mir neuen Mut gegeben, so wie sie auch euch ermutigt haben. Nehmt euch diese Männer zum Vorbild!“ (1.Kor. 16,18). Und gute Vorbilder, Menschen, die beständig und mutig ihren Weg gehen, können uns durch ihren Lebensstil ermutigen.

Lasst uns selbst solche Frauen sein! Wage etwas! Ich feuere Dich vor allem an, das, was Du tust, auf Deine Weise als Frau zu machen, authentisch zu sein! Wir brauchen Frauen, die als Frauen leiten und nicht Männer nachahmen. Frauen, die sich trauen, ihre wahre innere Stärke zu zeigen, die Gott in sie hineingelegt hat – egal ob es gerade hip ist oder nicht!

Tamara Dlugokinski

Tamara ist seit 28 Jahren verheiratet und Mutter von zwei Töchtern.  Sie studierte Musikpädagogik, gab als Songwriterin zwei CDs heraus und erweiterte vor ein paar Jahren ihr Aufgabenfeld mit einem Fernstudium zur „Fachreferentin für Familie und Erziehung“ bei Team-F. Seit über 20 Jahren hat sie Leitungsaufgaben in den verschiedensten Bereichen inne und 2016 übernahm sie die Leitung den HR Bereichs in der Firma ihres Mannes. Sie referiert bei ganz unterschiedlichen Seminaren, Treffen, Schulen und Kursen und ihre Leidenschaft ist es, Menschen zu ermutigen und zu stärken.

 

Ganz am Anfang der Zeit hat Gott Söhne und Töchter geschaffen, damit sie gemeinsam dafür sorgen, dass dieser Ort, den er Erde nannte, gut funktioniert (siehe 1.Mose 1:26-28). Sein Plan war, dass sie gemeinsam Verantwortung übernehmen und „die Erde in Besitz nehmen“. Dieser großartige Auftrag vom Vater für uns alle, in unserem eigenen Leben und in unserem Umfeld Verantwortung und Leiterschaft zu übernehmen, hat sich nie geändert. Durch Sünde kam allerdings eine Veränderung der Verhältnisse zustande (1. Mose 3). Diese Veränderung hat bewirkt, dass unser Verständnis von Gottes Auftrag an die Menschheit anfing sich anders zu entwickeln. Mann und Frau haben nicht mehr Seite an Seite gedient, sondern man fing an übereinander zu herrschen. Beziehungen wurden zerstört und Neid und Eifersucht kamen rein. Das Paradies, das Gott für seine Söhne und Töchter gewollt hatte, haben sie selbst zerstört.

Doch es gibt eine großartige Nachricht: Jesus hat durch seinen Tod und seine Auferstehung alle Dinge wiederhergestellt! Das bedeutet, dass wir nicht mehr unter dem Fluch der Sünde leben müssen. Auch Gottes Plan, dass seine Söhne und Töchter Seite an Seite auf dieser Erde Verantwortung übernehmen und sich darin ergänzen, wurde wieder möglich gemacht. Ich persönlich empfinde, dass eine neue Zeit angebrochen ist für die Töchter des Hauses. Gott bereitet seine Braut zu, die er abholen will. Paradoxerweise besteht diese Braut aus Frauen UND Männern – aus denjenigen, die sich entschieden haben, ihr Leben ganz und ohne Vorbehalt in die Hände Jesu zu legen.

Es ist Zeit, dass auch wir Töchter, Mädchen, Frauen, Mütter den Platz einnehmen, den Gott uns zugedacht hat – nämlich neben den Söhnen, Jungs, Männern und Vätern. In der spannendsten Zeit der Geschichte – gerade jetzt – ist es entscheidend, dass jeder an seinem Platz ist, denn es gibt eine große Ernte. Eine Welt, die nach Erlösung schreit, braucht mutige, tapfere, unerschrockene Menschen, die dem Ruf des Königs folgen. In Psalm 68:11 lesen wir: „Der Herr erlässt das Wort; der Siegesbotinnen ist eine große Schar“. Ich glaube, es Zeit ist, dass sich diese Schar versammelt! Es ist nicht von einer Menschenmenge die Rede, sondern eine „Schar“, die ein einziges Ziel hat, nämlich dem Wort des Königs zu folgen und die gute Botschaft zu verbreiten. Es ist eine Schar, die schön ist, aber gleichzeitig bereit zum Kampf. Eine Braut, die sehnsüchtig auf ihren Bräutigam wartet, sich aber nicht fürchtet, wenn Widerstand kommt.

Ladies, lasst uns dem Ruf unseres Königs folgen und eine Armee für Gerechtigkeit und Recht zusammentrommeln. Lasst uns wegschauen von allem, was uns hindern und zurückhalten will. Lasst uns alle Scham, Trauer, Minderwertigkeit und allen Stolz ablegen. Wir wollen uns zurüsten lassen, damit wir zu einer Schar von Siegesbotinnen werden! Unser König, der Bräutigam, kommt bald!

Kristin

Für unsere diesjährige Konferenz haben wir das Thema „Zuversicht“ gewählt. Es macht in unserem Leben einen großen Unterschied, ob wir den täglichen Chancen und Herausforderungen mit Zuversicht begegnen. Hoffnungsvoll und zuversichtlich zu sein funktioniert wie ein innerer Motor. Es ist wie ein Antrieb für unser Leben!

 

In deinem Alltag gibt es bestimmt viele Situationen, in denen du die positive Einstellung zum Leben verlieren kannst, so wie bei mir auch. Es gibt Zeiten, in denen mir alles ein bisschen zu viel wird oder ich mich unqualifiziert und unsicher fühle.

 

Als meine Kinder im Teenie-Alter im Freundeskreis und in der Schule große Herausforderungen hatten, habe ich mich oft gefühlt, als wäre ich nicht in der Lage, ihnen wirklich zu helfen. Ich meine, gib mir ein Rezept für einen Kuchen oder ein leckeres Gericht und ich werde es vermutlich ziemlich erfolgreich zubereiten können. Aber kann mal jemand ein funktionierendes Rezept liefern, wie man in diesen Situationen des Lebens, den eigenen Kindern erfolgreich hilft??

 

In solchen Umständen kann man schnell die Zuversicht verlieren und sich zurückziehen. Bei dir mögen es ganz andere Dinge sein, die „Zuversichtsräuber“ sind. Doch wichtig ist ja, wie wir damit umgehen, oder?

 

Ich habe zwar kein Geheimrezept für alle Herausforderungen des Lebens, aber ich habe entdeckt, dass es eine Quelle für Zuversicht und Hoffnung gibt und das ist Gott. Wenn ich zu Ihm komme mit allem, was diese negativen Gefühle hervorruft, erlebe ich jedes Mal, dass Er mich ermutigt durch sein Wort – die Bibel.

Denn Sein Wort ist eine Leuchte für meinen nächsten Schritt – ein Licht auf meinem Weg. (Psalm 119:105)

Dort wo sich Dunkelheit reinschleichen will, kann ich durch dieses Licht wieder Hoffnung und Zuversicht bekommen.

 

Gott verspricht uns auch, dass Er unsere Weisheit ist. Wenn uns Weisheit mangelt, dürfen wir zu ihm kommen – Er gibt uns was wir brauchen und zwar ohne Vorwurf, warum wir schon wieder etwas brauchen (Jakobus 1:5).

 

Ich finde das sehr ermutigend! Es hilft mir jeden Tag aufs neue, die Chancen zu ergreifen, die mir gegeben werden. Denn Herausforderungen sind eigentlich einfach verkleidete Chancen…

 

In den nächsten Wochen, werden wir weitere Blogs zum Thema „Zuversicht“ veröffentlichen, die dein Herz schon mal auf unsere Konferenz einstimmen sollen. Wir glauben, dass du in deinem Leben Durchbrüche erleben wirst, wenn du die Kraft der Zuversicht entdeckst.

 

Herzliche Grüße,

Kristin

Heute, zum Anlass des Weltfrauentags, dachte ich, dass es eine richtig gute Gelegenheit wäre, euch, meine wertvollen Schwestern zu ermutigen!

 

Der Weltfrauentag ist eine tolle Sache! Es ist ein Tag, an dem wir einander feiern können. An dem wir uns erinnern an Frauen, die große Dinge gewagt haben, trotz erheblichen Herausforderungen. Ein Tag, an dem wir feiern, dass wir einen Unterschied machen können!

 

Ich habe vor ein paar Tagen von einer Frau gelesen, ihr Name ist nicht so bekannt. Sie heißt Olive Bertha Smith und wurde 1917 als Missionarin nach China gesandt. Sie war dort ganz alleine unterwegs. 1937, als die Japaner in China einmarschiert sind, wurden alle Amerikanischen Staatsbürger aufgefordert, China zu verlassen. Die USA würde für die Sicherheit der Amerikaner keine Verantwortung übernehmen, die dieser Aufforderung nicht nachkämen.

 

Bertha überlegte hin und her, was sie tun sollte. Doch dann war sie davon überzeugt, dass sie in China bleiben sollte. Gott hatte sie dort hingestellt, nicht die Amerikanische Regierung. Sie konnte nicht einfach das chinesische Volk verlassen, nicht in ihrer größten Not!

 

Mitten in diesem Krieg öffnete Bertha ihr Haus für alle, die Hilfe in Anspruch nehmen wollten, um Jesus Christus persönlich zu empfangen. Sie war sich der Tatsache bewusst, dass viele dieser Christen bald um ihr Leben vor den Japanern fliehen würden und vielleicht sogar sterben mussten. Es wurde ihr umso wichtiger, ihnen zu ermöglichen, Jesus kennenzulernen und im Glauben gestärkt zu werden, solange noch Zeit war.

 

Bertha ist auch regelmäßig ins Krankenhaus gegangen und hat mit den verwundeten Soldaten gesprochen und ihnen von Jesus erzählt. Sie war in allem total davon abhängig, das Reden Gottes zu hören, da sie sich bei Nichts auf Menschen verlassen konnte. Es war sehr gefährlich und sie konnte niemanden wirklich trauen. Doch Gott hat ihr immer gezeigt wo sie hingehen sollte, was sie tun sollte und mit wem sie reden sollte.

 

Als das Gebiet, in dem sie arbeitete in Japanische Hände fiel, hat Bertha ihr Haus als Schutz-Herberge, vor allem für Frauen, geöffnet. Oft hat sie ganz kühn, von Angesicht zu Angesicht, japanische Soldaten davon abgehalten, „ihre“ Frauen zu vergewaltigen.

 

Das Geheimnis von Bertha, welches ihren Dienst so erfolgreich machte, war laut Bericht, dass sie gelernt hat, sich selbst zu sterben – ihre eigenen Rechte aufzugeben, um für andere einzustehen.

 

Ich finde ihr Beispiel, gerade an diesem Tag heute, sehr beeindruckend! Oft wird an solchen Tagen auf unsere Rechte als Frauen gepocht – und das ist, an sich, nicht so schlecht, denn im Bereich Menschenrechte, gibt es auf dieser Welt noch sehr viel zu tun. Doch in vielen Fällen ist hinter dem allem nicht ein Geist von #füreinander , sondern ein #besserals ….

 

Und dieses #besserals ist genau unser Problem. Anstatt FÜR einander zu sein, sind wir oft in Konkurrenz zu einander. Konkurrenz zu anderen Frauen, Konkurrenz zu unseren eigenen Männern oder sogar zu allen Männern allgemein.

 

Ich glaube die Lösung liegt in echter Demut und diesen Geist des #besserzusammen ! Wenn wir verstehen, dass wir nicht gegen einander sein müssen, sondern uns in unseren Stärken und auch Schwächen aushelfen und ergänzen können, machen wir unsere Welt vielleicht ein bisschen besser.

 

Nutze deinen Einflussbereich heute, um den Geist von #besserzusammen zu verbreiten.

Du machst einen Unterschied!

 

Herzlichen Glückwunsch zum Weltfrauentag!

❤️ Kristin

 

Als mich Kristin angefragt hat, ob ich einen Blogbeitrag zum Thema Entscheidung schreiben könnte, musste ich erst einmal nachdenken, was es in meinem Leben an großen und kleinen Entscheidungen gegeben hat.

Große bedeutende Entscheidungen, die sofort dramatische Veränderungen mit sich brachten, waren zum Beispiel:

  • die Entscheidung, mit 17 Jahren meine Heimat zu verlassen und als politischer Flüchtling in Deutschland Asyl zu beantragen.
  • Mit 18 Jahren die Entscheidung zu heiraten,
  • mit 27 Jahren dreifache Mutter zu sein
  • und mit 40 Jahren mich scheiden zu lassen.

Aber es gab auch die „kleineren“ Entscheidungen, die mein Leben genauso nachhaltig verändert haben.

Als ich nach Deutschland kam – ohne die Landessprache zu beherrschen – war es mir sehr wichtig von der Menschen akzeptiert zu werden. Ich wollte als eine Bereicherung und nicht als Belastung für mein Umfeld wahrgenommen werden, wollte alle glücklich machen. Nie hätte ich eine Bitte oder Zusatzaufgabe abgelehnt und war „allzeit bereit“. All das, um mir die Anerkennung der Menschen zu verdienen. Aber diese harte Arbeit reichte natürlich nicht aus. Nach wie vor haben mich Menschen abgelehnt oder sind mir mit klassischen Vorurteilen begegnet. Keine Frage: Das hat mich sehr verletzt und schmerzte.

Ich wollte als eine Bereicherung und nicht als Belastung für mein Umfeld wahrgenommen werden, wollte alle glücklich machen.

Nach etlichen Jahren traf ich dann endlich die bewusste Entscheidung: Mich müssen nicht alle mögen!

Und schlagartig fiel eine große Last von mir und ich fühlte mich frei. Frei, ich selbst zu sein – so, wie Gott mich geschaffen und gewollt hat.

Seitdem bin ich darauf gerichtet, ihm zu gefallen. Das gibt mir nicht nur eine tiefe innere Ruhe, sondern ich bin auch nicht mehr zwischen all die Ansprüche und Erwartungen meiner Mitmenschen hin- und hergerissen.

Ich bin entschieden im Reinen zu sein – mit Gott und mit mir selbst. Umso schöner ist, dass ich dabei von Schwestern umgeben bin, die mich so lieben und akzeptieren, wie ich bin!

Alles Liebe,

Marta